„WASSERDRUCKPRÜFUNG“

 

Vorteile

Nachteile

Bei der Wasserdruckprüfung wird die Gasflasche dem eingeprägten Prüfdruck unterzogen. Bei 200 bar Fülldruck mit 300 bar Prüfdruck, also das 1,5 Fache. Dazu werden die zu prüfenden Gasflaschen mit Wasser gefüllt, entsprechende Druckschläuche angeschlossen und dem vorgeschriebenen Prüfdruck unterzogen.

Wasser wird deshalb verwendet da sich Flüssigkeiten unter Druck, anders als Gase, kaum im Volumen ändern. Beim Bersten des Flaschenkörpers entspannt sich der aufgebaute Druck durch einen entstehenden Riss sofort oder es tröpfelt durch evtl. vorhandene undichte Stellen.
Mit Gas wäre der komprimierte Inhalt einer 50 l Gasflasche ca. 10000 Liter groß (Volumen der Gasflasche mal Fülldruck gleich Gasinhalt in Litern). Beim Bersten würde es hier die Flasche durch die freiwerdende Energie regelrecht in Stücke reißen, was durch die entstehende Splitterwirkung des Flaschenmaterials viel zu gefährlich wäre.

 



Fälschlicherweise wird in diesem Zusammenhang oft von einer “Explosion” der Gasflasche geredet. Das ist so nicht ganz korrekt.
Explosionen setzten eine zündfähige Substanz oder ein entsprechendes Gasgemisch voraus. Die Zündung dieses Materials würde dann, durch seine schlagartige Volumen Ausdehnung, einen Druckbehälter sprengen. Davon kann aber, bei einer mit Wasser gefüllten Gasflasche, nicht die Rede sein. Beim Versuch den 51`ten  Liter Wasser in eine 50 Liter Gasflasche zu pressen muss der Druckkörper platzen.

Das Aufplatzen der Gasflasche ab einem genau definierten Druck wird Berstdruck genannt und der liegt etwa doppelt so hoch wie der eigentliche Prüfdruck.

Der aufgebaute Druck muss mindestens 30 Sekunden gehalten werden, ohne dass sich am Flaschenkörper Verformungen oder Undichtigkeiten zeigen. Nach der Druckprüfung werden die Flaschen entleert und der Flaschentrocknung zugeführt. Hier werden, mit 100 bis 170°C heißer Druckluft, die nassen Flaschen getrocknet und anschließend in einer Innenstrahlanlage von eventuellem Rost befreit.

 

 

Vorteile:
Einfaches Verfahren das ohne teures Equipment auskommt.


Nachteile:

Die Wasserdruckprobe ist nicht sehr aussagekräftig was den Zustand der Gasflasche betrifft, da sie nur eine Beurteilung darüber erlaubt, dass die Flasche das 1,5 Fache des Betriebsdruckes zum Zeitpunkt der Prüfung standhält.
Fehler die im Material liegen und evtl. zukünftig zum Versagen der Druckfestigkeit führen, können nicht erkannt werden.
Umso wichtiger ist eine gewissenhafte innere und äußere visuelle Kontrolle der Gasflasche!

Der Energieaufwand zum Trocknen ist hoch, der Wasserverbrauch nicht mehr zeitgemäß wenn es nicht wieder verwendet wird. Recycling ist aber sehr kostenintensiv, da das kontaminierte Wasser aufwendig gereinigt werden muss.

 

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