„ULTRASCHALLPRÜFUNG“


Vorteile

Nachteile


Die Ultraschallprüftechnik nutzt das physikalische Prinzip nach dem sich hochfrequente akustische Signale (Ultraschallwellen) ohne wesentlichen Energieverlust in einem Behältermaterial ausbreiten können.

Dabei senden Ultraschallsensoren, die gleichzeitig als Sender und Empfänger dienen, ein Prüfsignal in gleichmäßigen Abständen (periodisch) in die Behälterwand. Dort vorhandene Materialfehler wirken als Barriere für die Ultraschallwelle und reflektieren einen Teil des Signals als Echo zurück. Für das Erkennen von Längs- und Querfehlern sind unterschiedliche Sensoren notwendig. Ein weiterer Sensor überprüft die Wandstärke, welche durch die Bauartzulassung der Gasflasche vorgegeben ist.

Aufwändige Elektronik und Ozilloskope sorgen für die Aufbereitung und Auswertung der Echos und lassen so Rückschlüsse auf die gefundenen Fehler zu.

Der Prüfkopf mit den Ultraschallsensoren wird in Längsrichtung, zur um sich selbst rotierenden Längsachse der Gasflasche, von der Flaschenschulter bis hin zum Flaschenfuß bewegt.
So wird fast der gesamte Flaschenkörper abgetastet. Dabei gleitet der Prüfkopf über einen kontinuierlich fließenden Film aus Wasser, welches als Koppelmedium die Schallwellen gut in die Behälterwand überträgt. Nur der Flaschenboden muss mit einem Handsensor nachgeprüft werden, wobei hier ein Kopplungsgel verwendet wird.

 

 

Vorteile:


Die zu prüfenden Gasflaschen lassen sich, ohne das Ventil ausdrehen zu müssen, hinsichtlich ihres Materialzustandes relativ sicher beurteilen.
Aufwendige Nachbehandlungen des Flascheninneren entfallen. Dies macht sich besonders bei Spezialgasen mit hohen Reinheitsgraden und Gemischen im ppm Bereich bezahlt.

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt ist außerdem die geringere Umweltbelastung durch diese Prüftechnik. Für eine 50 Liter Gasflasche wird z.B. bei der Wasserdruckprüfung 50 Liter Wasser verbraucht, welches dann als Abwasser entsorgt werden muss und die Umwelt belastet. Zusätzlich müssen noch beträchtliche Energiemengen für das anschließende Trocknen und Innenbehandeln der Flaschen aufgewandt werden. Bei einer Ultraschallprüfung wird jedoch nur Wasser als Koppelmedium gebraucht, das problemlos in einem Kreislauf wieder verwendet wird.

 



Nachteile:


Die Behälteroberfläche darf zur Prüfung eine gewisse Rauheit nicht überschreiten, da sonst der unregelmäßige Abstand vom Prüfkopf zur Wandung das Prüfergebnis beeinflusst. Es ist also zweckmäßiger erst nach der Lackierung zu prüfen, was dann bei fehlerhaften Gasflaschen zusätzliche Kosten verursacht. Auch muss, durch eine gewissenhafte optische Vorkontrolle, sichergestellt sein das sich auf der Flaschenwandung keine größeren Erhebungen, wie z.B. Schweißnarben oder ähnliches befinden, da sonst der empfindliche Prüfkopf beschädigt würde.

 

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