„Farbkennzeichnung nach EN 1089-3“



Mit der Veröffentlichung der Euro-Norm DIN EN 1089-3 im Juli 1997 kam Farbe in den Nationalen Deutschen Gasflaschenpark. Im Gegensatz zum Rest der EU-Mitgliedsstaaten war die farbliche Gestaltung der Druckgasbehälter in Deutschland, bis auf wenige Ausnahmen, eher einfach gehalten.
Blauer Anstrich für Sauerstoff, ein grüner für Stickstoff, rot lackiert die brennbaren Gase, Gemische und alle anderen nicht brennbare Gase waren im tristen Grau gehalten. Lediglich im medizinischen Bereich gab es eine weiße Schulterlackierung für Sauerstoff med.
Ach ja, nicht zu vergessen ist Acetylen, das gab es mit einem knalligen gelben Anstrich.

Wegen der großen Anzahl der im Verkehr befindlichen Gasflaschen wurde mit der Umstellung der Farben bereits Anfang 1998 begonnen, wohl auch um die Kunden langsam an die neue Farbgebung zu gewöhnen. Bis spätestens 1.Juli 2006 sollen alle in Europa befindlichen Gasflaschen mit den “neuen” Farben lackiert sein. Um Verwechslungen mit alten Gasflaschen zu vermeiden sind bis dahin nach EN 1089-3 lackierte Gasflaschen mit einem “N” auf der Flaschenschulter markiert! (“N” steht für Neu, New, Nouveau)

Die neue Farbgebung beschränkt sich auf die Lackierung im Schulterbereich, sodass der zylindrische Flaschenmantel, je nach Eigner der Gasflasche, eine unterschiedliche Farbgebung aufweisen kann.
Im Prinzip wäre es sogar möglich die Farbe der Flaschenschulter auf den gesamten Flaschenkörper zu übertragen. Ausnahme, medizinisch genutzte Gasflaschen. Die sind an der Flaschenwand immer weiß lackiert! Die Norm erfasst alle Druckgasbehälter und Gasflaschen außer Gasflaschenbündel, Trailer und Flüssiggasflaschen sowie Feuerlöscher. Auch Tauchflaschen werden von dieser Norm nicht erfasst.

 


Maßgebend und verbindlich für den Inhalt einer Gasflasche ist einzig und allein der Gefahrgutaufkleber. Die Farbkennzeichnung dient nur als zusätzliche Information über die Eigenschaften der Gase.

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